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Das Läutern der Maische

Nachdem die Maische hier zur Ruhe gekommen ist und die groberen Bestandteile sich abgesetzt und eine Filterschicht gebildet haben, beginnt das Abläutern durch den Schlitz- oder Siebboden des Läuterbottichs. Den gelösten Malzextrakt, der aus den Schrotbestandteilen herausläuft, nennt man Vorderwürze. Der Extrakgehalt wird in [%] gemessen. Er soll etwas über dem später ermittelten Stammwürzegehalt liegen. Danach folgen die Nachgüsse. Sie werden mittels einer Sprühvorrichtung auf die Schrotrückstände, die Treber, aufgebracht und waschen, während sie durch die Treber laufen, die Extrtreste aus.

Wichtig ist hierbei, daß das Überschwänzwasser eine konstante Temperatur um die 76 °C hat. Dabei kann als Sprüvorrichtung auch eine Handbrause dienen, nur muß das Wasser gleichmäßig aufgebracht werden, sonst bilden sich Känäle und der Extrakt wird ungleichmäßig ausgewaschen. Das kann zu erheblichen Extraktverlusten führen.

Anstelle des Läuterbottichs werden in einigen Brauereien Maischefilter benutzt. Sie haben den Vorteil, daß der gesamte Läutervorgang in erheblich kürzerer Zeit ab läuft. Der erforderliche Aufwand ist aber so hoch, daß er sich nur für größere und GroBbrauereien lohnt. Ist also nichts für die Kleinen.