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Typische Probleme beim Brauvorgang

Eines der größten Probleme für die Minibrauer stellt die Kühlung des Bieres nach der Reifung dar. Je besser das Bier nach der Reifungsphase abgekühlt werden kann, desto höher ist seine Qualität in Bezug auf Haltbarkeit, Geschmack und Kohlensäuregehalt. Eiweiße und Hopfenharze werden in der Kälte ausgefällt und können durch einfaches Dekantieren vom Bier getrennt werden, wenn kein Filter vorhanden ist.

Grundsätzlich ist eine Kaltlagerung von 3-5 Tagen bei -1,5°C empfehlenswert. Danach soll das Bier möglichst ohne Erwärmung vom Bodensatz abgezogen werden. Die genannten Stoffe, wie Eiweiße und Hopfenharze in Verbindung mit höheren Alkoholen haben die Eigenschaft, daß sie zwar in der Kälte koagulieren, aber bei Erwärmung wieder in Lösung gehen. So erklärt es sich, daß blanke Biere wieder trüb werden, wenn die Temperatur im Bier unter die Temperatur sinkt bei der das Bier filtriert wurde. Das ist besonders bei hohen Außentemperaturen und demzuzfolge starker Kühlung in einer Kühlzelle der Fall.

Da jedoch die in kleinen Mengen gebrauten Biere vor allem zum alsbaldigen Verzehr bestimmt sind, ist es müßig sich darüber Gedanken zu machen

Für den Hausgebrauch gilt: ein Kühlschrank mit Thermostatregelung sollte nur für Brauzwecke zur Verfügung stehen. Die Gärgefäße sollen Abdeckungen haben, damit man sie rütteln kann, denn die Hefe muß „aufgezogen“ werden .

Aufziehen ist das Vermischen mit Würze und gleichzeitige Belüften der Hefe. Der Brauer spricht vom Anstellen des Sudes.

Anmerkung: Eine besondere Rubrik ist den » Brauerfachausdrücken gewidmet. Sie ist ganz einfach notwendig, um die einzelnen Beschreibungen verständlich zu gestalten