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Der Vergärungsgrad

Entsprechend den einzelnen Phasen der Bierherstellung ist der zugehörige Vergärungsgrad benannt, wobei man zwischen scheinbarem und wirklichem Vergärungsgrad unterscheidet. Der scheinbare Vergärungsgrad wird durch Spindelung ermittelt. Der wirkliche Vergärungsgrad errechnet sich daraus.

Man kann sagen, daß der Vergärungsgrad (V) darstellt, wieviel Prozent {%] der ursprünglich vorhandenen Extraktmenge vergoren wurden.

Die wichtigsten Werte sind: Gärkellervergärungsgrad, Ausstoßvergärungsgrad und ganz wichtig der Endvergärungsgrad. Die Bedeutung der dabei verwendeten Abkürzungen ist unten aufgeführt.

Vg = Gärkellervergärungsgrad [%]

St = Stammwürze (Anstellwürze) [%]

Es = Extrakt Jungbier (Schlauchbier) [%]

Ew = Wirklicher Extraktgehalt Jungbier, nachdem der Alkohol aus destiliert ist [%]

Vas = scheinbarer Ausstoßvergärungsgrad [%]

Ea = scheinbarer Extrakgehalt des Bieres beim Ausstoß. Durch Spindelung ermittelt [%]

Ves = scheinbarer Endvergärungsgrad [%]

Ee = scheinbarer Extrakt des endvergorenen Bieres. Ermittelt durch Spindelung [%].

Berechnung des Gärungsgrad in der Bierherstellung

Hilfreich bei den Berechnungen ist die Extrakttabelle nach Plato. Erhältlich z.B. bei der VLB Berlin.

Anmerkung:

Der Gärkellervergärungsgrad soll 10% - 15% unter dem scheinbaren Endvergärungsgrad liegen. Beim Ausstoßvergärungsgrad soll die Differenz zum Endvergärungsgrad nicht mehr als 1 betragen.