Brauerfachausdrücke

Die Sprache und Fachausdrücke der Brauer

Fachausdrücke die in der Brauerei und bei den Brauern benutzt werden. Wer sich ernsthaft mit dem Bierbrauen beschäftigt, sollte dieses Vokabular kennen

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Das Glossar der Brauerfachausdrücke

Nachfolgend finden Sie Erklärungen der wichtigsten Begriffe, mit denen sich Brauer untereinander verständigen. Seien Sie nicht betrübt, wenn nicht jeder außerhalb einer Brauerei Ihre Sprache versteht.

Schießen

Bier holen

Schimmel

andere Bezeichnung für einen mit Bier gefüllten Kaps. Die Bezeichnung Schimmel leitet sich von der Schaumkrone ab, die beim Erwärmen des Bieres im Kaps obenauf sichtbar entsteht.

Schlauchen

das im Gärkeller vergorene "Jungbier" in den Lagerkeller verbringen. Dazu wurden früher Schlauchleitungen verwendet. Daher dieser Ausdruck.

Schlupfen

in einen Tank oder Lagerfaß hineinkriechen ~ zur Innenreinigung

Schlupfkolonne

die Reinigungskolonne im Lagerkeller

Schmieren

einen Schluck aus dem Kaps nehmen - aber auch: Bier trinken während der Arbeitszeit, ohne Erlaubnis eines Vorgesetzten

Schrulle

Hilfsarbeiter(ungelernt).

Schüttung [kg]

Das ist die Malzmenge die für eine Sud bei der Bierherstellung benötigt wird.

Schwand

Verlust bei der Bierherstellung Beträgt bei größeren Brauereien ca. 12 - 14 % und wird steuerlich festgestellt. Bei kleineren, Klein- und Kleinstbrauereien kann der Schwand sehr viel höher sein.

Schwanken

ein Gefäß reinigen

Schwarzfahren

oberflächlich arbeiten, schludern

Schwarzfahrer

Einer der oberflächlich arbeitet

Spundapparat

Gerät mit dem der Druck im Bier während der Reifung eingestellt wird. Dadurch wird das Entweichen der sich, während der Nachgärung bildenden Kohlensäure verhindert.

Ein Spundapparat wird am sonst verschlossenen Lagertank so angebracht, daß der Überdruck neben dem eingestellten Druck aus dem Tank entweichen kann. Der eingestellte Druck ist gleich dem CO2-Gehalt des Bieres.

Spunden

ein Gefäß, in dem Jungbier ist, mit einem Spundapparat so zu verschließen, daß die bei der Nachgärung gebildete Kohlensäure im Bier größtenteils gebunden wird.

Spundloch

Faßöfnung zum Befüllen. Bei Holzfässern meist auf dem Bauch.

Stammwürze [%]

Die Stammwürze [%] ist der Extraktgehalt (Zuckerwert), den die Wurze zu Beginn der Hauptgärung hatte.

Sud [hl]

Von Bier sieden abgeleitet ist der Sud die Würzemenge, die in einem Arbeitsgang hergestellt wird.

Treber

ausgelaugte Malzschrotrückstände nach dem Abläutern.

Trub

Eiweißverbindungen und Hopfenharze, die im Verlauf der Würzeherstellung ausgeschieden werden. Ihre weitere Verwendung erfolgt meist als Zusatz zum Viehfutter.

Dabei unterscheidet man zwischen Heiß- und Kühltrub. Der Heißtrub wird im Whirlpool ausgeschieden. Der Kühltrub dagegen wird erst im Gärkeller ausgeschieden. Er stellt den weitaus geringeren Anteil am Gesamttrub dar.

Überschwänzen

Die Treber mit Wasser übersprühen, damit sie ausgelaugt werden. Wenn die Vorderwürze aus den Trebern abgelaufen ist, wird der Treberkuchen aufgelockert und mit Wasser übersprüht diesen Vorgang nennt der Brauer Überschwänzen.

Umhacken

den Treberkuchen auflockern.

Verschneidbock

Gerät mit mehreren Einläufen, aber nur einem Auslauf, wobei jeder Zulauf einzeln regelbar ist. Der Verschneidbock ist für das einwandfreie Vermischen von Bieren verschiedener Stärke unerläßlich.

Vorderwürze

Extrakt der aus der Maische beim Abläuten gezogen wird [%].

Whirlpool

Gefäß zu Ausschlagen der Würze. Ist mit einem seitlichen Einlauf versehen. der düsenartig spitz zuläuft, damit die Würzw in eine schnell kreisende Bewegung versetzt wird. Dabei setzt sich der Trub kegelförmig am Boden ab.

Wichs

Fassreinigung, auch Fassreinigungsmaschine

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